Aktion "Toter Winkel"

Die Drittklässler lernten Respekt vor dem „Toten Winkel“

 

Langsam rollt der mächtige Bus in die Richtung der Kinder. Die riesigen Reifen schieben sich mit knirschenden Geräuschen über den Asphalt. Voller Respekt weichen die Drittklässler zurück.

Aber keine Angst! Es besteht keine Gefahr. Denn am Steuer sitzt Tassilo Radakovic, Busfahrer und Mitglied der Verkehrswacht Kelheim. Er und sein Kollege Peter Zehentmeier von der Verkehrswacht Mainburg haben an zwei Vormittagen alle Drittklässler der Aventinus-Grundschule aufgeklärt über die wichtigste Gefahr in der Nähe großer Fahrzeuge: den sogenannten „Toten Winkel“.

Ausführlich bespricht Gastreferent Zehentmeier mit den Kindern die Bereiche, in denen sie für Busfahrer nicht sichtbar sind: vor, hinter, unter und neben dem Bus. Das Fahrzeug hat die Firma Berr an den zwei Vormittagen zur Verfügung gestellt.

„Wenn du den Busfahrer nicht sehen kannst, kann er dich auch nicht sehen“, erklärt der pensionierte Polizist Zehentmeier. Um das zu veranschaulichen, stellt er die gesamte Klasse auf eine große, orange Folie, die genau im Bereich des toten Winkels liegt. Nun darf jedes Kind einmal Busfahrer spielen, auf dem Fahrersitz platznehmen und durch den Seitenspiegel schauen. Und siehe da: Die gesamte Klasse ist nicht zu sehen. Das macht Eindruck auf die Kinder. „Das ist richtig cool“, flüstert ein Junge seiner Lehrerin zu.

Die wichtigsten Ratschläge, die Zehentmeier und Radakovic den Kindern mit auf den Weg geben, sind schließlich: Blickkontakt zum Busfahrer aufnehmen und Abstand halten.

 

Wie wichtig das ist, merken die Kinder eindringlich, als ganz zum Schluss der Koloss auf sie zurollt. Natürlich hält er dann in sicherem Abstand an. Freundlich lächelnd steigt Radakovic aus und verabschiedet sich gemeinsam mit Zehentmeier von der Klasse. Die macht erstmal einen großen Bogen um den Bus, bevor sie sich auf den Rückweg ins Klassenzimmer macht.